Ilosweb2null

Posts Tagged ‘partizipation

Shitstormwarnung Stärke 6

leave a comment »

Liebe Leser, ich entschuldige mich gleich vorab für den häufigen Gebrauch eines englischen Schimpfworts im folgenden Blogeintrag. 

Quelle: www.feinheit.ch

Shitstorm-Skala / Quelle: http://www.feinheit.ch

Shitstorms sind längst kein neues Phänomen mehr, doch dieser Sommer verlief im Internet besonders stürmisch. Die turbulente Wetterlage steht auf der Online-Medienagenda deshalb ganz oben: Fachmedien warnen vor schlechter Vorbereitung der betroffenen Unternehmen (z.B. ZDNet /golem.de / silicon.de), Blogger kritisieren ihren Umgang mit der Online-Community und genervte User fordern in ihren Kommentaren mehr Relevanz in der Online-Berichterstattung.

Der aufgehaltene Auslauf eines „rassistischen Adidas-Schuhs“

Im Juni sorgte ein rassistisch anmutender Adidas-Schuh mit Fußketten für Empörung im Web und verschwand deshalb wieder schnell vom Markt. Unnötige Aufruhr? Ein Schuh an sich ist ja nicht rassistisch. Wenn aber seine Aufmachung Erinnerungen an die Fußfesseln zur Zeit der Sklavarei weckt, dann steht er symbolisch für das menschliche Leid durch Rassismus, egal ob beabsichtigt oder nicht. Das Beispiel zeigt die hohe Empfindsamkeit der Online-Community im Bezug auf Ethik und ihre gnadenlose Abrechnung bei Missachtung ethischer Prinzipien in Wirtschaft, Politik und Medien. Letztendlich schützt ihre scharfe Beobachtung und schnelle Reaktion davor, dass große und kleine Fehltritte salonfähig werden.

Der böse Zwilling des sachlichen Diskurses

Er recherchiert, überlegt, wiegt ab, kritisiert konstruktiv und achtet darauf, keinen Teilnehmer persönlich zu verletzen. Alles im Dienste der guten Werte wie Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Toleranz. Erfolge lassen auf sich warten, denn der sachliche Diskurs hat es schwer, sich das Gehör der Masse zu verschaffen. Und dann kommt auch noch der Shitstorm und stiehlt ihm mit seiner polarisierenden Art die Show, macht Schlagzeilen und zwingt große Player in die Knie. Ist die derbe, herausgekotzte Kritik wirksamer? Wenn es um kleine Etappensiege geht, dann vermutlich schon, denn der Shitstorm bekommt in kurzer Zeit große Aufmerksamkeit und lockt deshalb auch den Kritisierten schneller aus der Reserve. Mit den großen Zielen hat er es allerdings schwer. Wer zum Start gleich so viel Gas gibt, dem geht auf langen Strecken dann doch die Luft aus.

Kurz und heftig vs. gemäßigt und langfristig

Der Schuh mit Fußketten war schnell wieder weg vom Markt und ebenso zeigte im Jahr 2009 die Kritik an einer geschmacklosen Photoshop-Manipulation von Microsoft Polen schnell Wirkung. Im realen Alltag lassen sich Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus leider nicht so schnell verwerfen wie ein misslungenes Markenprodukt oder eine Kampagne. Den Platz des retuschierten Schwarzen würde statistisch gesehen ein Weißer besetzen. Hier muss die Kritik weitergehen und Chancengleichheit im Berufsleben gefordert werden. Die Thematik ist allerdings zu komplex, um über wütende Postings abgehandelt zu werden. Sie fordert einen langfristig angelegten, kritischen Diskurs, aber ein Shitstorm kann der entscheidende Auslöser für eine neu entfacht Diskussion sein.

Zum Blogeintrag über den „Galileo-Shitstorm“ postete eine Userin:

„Eigentlich sehr traurig, dass man immer mit “Kacke” werfen muss, um wahrgenommen zu werden.“

Da gebe ich ihr Recht. Allerdings muss man auch damit aufhören, wenn man ernstgenommen werden will.

À propos Galileo…

Wir haben festgestellt, dass im Shitstorm viel Kraft steckt – einerseits durch die darin enthaltenen Kraftausdrücke, andererseits durch die wütende Menge, die sich darin zu einer schlagfertigen Faust zusammenballt. Wird diese kollektive Macht missbraucht, kann beim Angriffsziel ein unverhältnismäßig hoher Schaden entstehen. Gleichzeitig kann der Shitstorm selbst geschwächt werden, wenn ihm dieselbe Netzcommunity, die ihm eine hohe Priorität eingeräumt hat, genervt den Rücken kehrt. Der Glaube an die gute Absicht geht verloren, wenn der gebilligte raue Ton zu einem menschenverachtenden übergeht oder wenn es Zweifel an der Echtheit des Shitstorms gibt. Dann muss sich der (vermeintliche) Shitstorm selbst der User- und Medienkritik stellen.

Hier noch ein paar Links zum Thema:

Written by ilosweb2null

29. August 2012 at 20:48

Oe2020.at – mehr Partizipation oder neue Mitmach-Illusion?

with 4 comments

In meinem Blogeintrag „Wähler im Web 2.0: Beduinen ohne Chance auf Klimaanlagen“ beschrieb ich anhand einer Metapher das Problem der scheinbar gegebenen Partizipationsmöglichkeit, die auf das Umfeld abseits der Online-Plattformen kaum eine Auswirkung hat.

Am Freitag, 26. Februar, geht die Internetplattform zur SPÖ-Initiative „Österreich 2020“ online: (www.oe2020.at) – Neue Hoffnung für die Wähler im Web 2.0, als Diskussionspartner einer politischen Partei auch wirklich ernst genommen zu werden. Gemeinsam mit 19 anderen Web-2.0-Vertretern durfte ich die Plattform 2 Tage vorab testen. Hier ein paar erste Eindrücke:

Design & Aufbau: Stimmiges Design mit 2 Farbakzenten – ein rot-grauer Faden, der sich durch den gesamten Online-Auftritt zieht. Einfacher Aufbau, der die Orientierung erleichtert und beim Klick-Sparen hilft. Lediglich die „Tagroll“ (gelistete Tags) ist noch etwas gewöhnungsbedürftig. Tagcloud-Fans, die ohne die Wolke nicht leben können, klicken dann aber einfach ins erweiterte Tag-Verzeichnis „alle tags“ und finden hier dann Altbewährtes.

Mein Fazit: ✔ Die Seite entspricht dem Motto „weniger ist mehr“ und unterstützt mit ihrem einfachen Design und Aufbau die Nutzerfreundlichkeit.

Oe2020

Diskursgruppen: Themen

Inhalt: Im Vergleich zur Online-Kampagne mit den 120 BotschafterInnen zur EU-Wahl oder dem Web-Auftritt campa.at ist die Plattform oe2020.at offener im Sinne von geringeren technischen Zugangsbarrieren (Registrierung erleichtert zwar die Beteiligung, ist aber zur Nutzung nicht unbedingt erforderlich), aber auch im Sinne von einer größeren Offenheit gegenüber Nicht-Mitgliedern. Die Themenorientierung nimmt zu und Themengruppen bestimmen den Aufbau der Seite.

Mein Fazit:? Gute Basis für Diskussionen. Ich erhoffe mir hier daher mehr Diskurs, auch mehr Beteiligung und Einbindung der Nicht-Sympathisanten. #unibrennt hat uns gezeigt, dass die Netz-Community keineswegs politikverdrossen ist, den politischen Diskurs sucht und organisiert arbeiten kann. Von kritischen Debatten können beide Seiten profitieren, denn schließlich geht es bei diesem Online-Auftritt auch um eine gemeinsame Zukunft und damit auch positive Veränderungen, die ohne Hinterfragen bestehender Zustände nicht möglich sind.

Technische Basis für Partizipation: Die Nutzer können an unterschiedlichen Diskursgruppen mit festgelegten Themenschwerpunkten teilnehmen und an eigene Interessensgebiete angepasste Newsletter abonnieren (Wie der Newsletter dann aussieht, kann ich noch nicht sagen – auf den muss ich selbst noch warten). Artikel können mit „gefällt mir“ bewertet und kommentiert werden. Mein Favorit ist das Notepad-Modul, in dem sich registrierte Nutzer an der Diskussion zu Spezialthemen beteiligen können. Im Vergleich zu gewöhnlichen Diskussionsforen bildet das Notepad einen graphisch dargestellten, nach Themen strukturierten und damit logisch nachvollziehbaren Diskussionsstrang:

Notepad

Mein Fazit: ✔? Der Nährboden für eine blühende Partizipation ist technisch gegeben. Die Pflanzen müssen aber auch gegossen werden. Die technsiche Umsetzung kann Partizipation und Mitbestimmung sehr wohl unterstützen (was sie meinem Eindruck nach hier auch macht), bildet aber nur die Grundlage.

„If democracy is understood as the production of information by all that has no significant political effects and leaves dominant power structures untouched, then an ideological way of legitimating existing modes of domination is present. Everybody can then voice her or his opinion on the Web, but nobody will care about it because the real decisions are still taken by the elite groups. The information produced then constitutes an endless flood of data, but not significant political voices.“ (Fuchs 2009, S. 83: http://fuchs.icts.sbg.ac.at/ICTS_EJC.pdf)

Hier sind die Beteiligten (User-Seite und v.a. Partei-Seite) gefordert, gemeinsam eine wirkliche Partizipationsplattform zu entwickeln. Ob und inwieweit sich oe2020.at zu einer solchen entwickeln wird, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber sobald ich einen Eindruck gewonnen habe, gibt es in meinem Blog mehr darüber zu lesen.

Wen ich jetzt schon lobend hervorheben kann, ist Marko Zlousic (Blog / Twitter), der als Web-2.0-Verantwortlicher der SPÖ das Mitmach-Netz auch wirklich als solches nutzt und selbst aktiv in die Debatten der Netz-Community eingebunden ist. Hoffentlich gibt es seitens der SPÖ bald mehr davon. Ich bedanke mich für die Chance, oe2020.at vorab testen zu dürfen und empfehle dazu gleich den Blogeintrag von Thomas Knapp, der die Seite ebenfalls getestet hat und bei der Website-Beschreibung deutlich mehr in die Tiefe geht: Holt die SPÖ ins 21. Jh., ihr Webauftritt ist schon da.

Nicht vergessen: Morgen geht’s los: www.oe2020.at 😉

Written by ilosweb2null

25. Februar 2010 at 12:48

Veröffentlicht in Politik

Tagged with , , ,

Diplomarbeit: Wahlkampfkommunikation im Social Web

with 2 comments

Back to Blogging! Nach längerer Abwesenheit melde ich mich mit einem neuen Beitrag zurück. Im Blog geht es weiterhin weniger um mich, sondern vielmehr um das Web 2.0 (oder wissenschaftlich korrekter – Social Web, Social Software und Social Media), deshalb nur eine knappe Begründung meiner Abwesenheit: 1. Diplomarbeit – 2. Diplomprüfung – 3.  Verschnaufpause & Energieladung – Und jetzt bin ich wieder da!

Was für Web-2.0-Interessierte durchaus relevant sein könnte, sind die Ergebnisse meiner Diplomarbeit. Thema: Wahlkampfkommunikation im Social Web. Die Chancen und Herausforderungen für österreichische Parteien im Wahlkampf. Hier geht’s zu den Ergebnissen der Arbeit: Diplomarbeit (PDF)

Zusammenfassung (entnommen aus Diplomarbeit):

Österreichische Parteien stehen derzeit im Wahlkampf vor zahlreichen Herausforderungen, die durch den alleinigen Einsatz traditioneller Medien und bisheriger Formen der Online-Kommunikation nur schwer zu bewältigen sind. Zu allgemeinen Problemen wie dem erschwerten direkten Zugang zu den Wählern und dem begrenzten Zugang zur Medien-Agenda kamen in den letzten Jahrzehnten neue Herausforderungen wie die Erosion der Parteibindungen oder die steigende Wählermobilität hinzu. Das Social Web und seine Anwendungen wie Facebook, Twitter, YouTube und Blogs sind durch eine eigene Kommunikationskultur geprägt. Ihre Merkmale weisen gegenüber traditionellen Medien und bisherigen Formen der Online-Kommunikation Stärken aber auch Schwächen auf, die im österreichischen Wahlkampf erfolgskritisch sein können. Auf der einen Seite eröffnet das Social Web Parteien und Politikern zahlreiche Chancen wie die direkte und ungefilterte Kommunikation mit dem Wähler, den Beziehungsaufbau zu relevanten Zielgruppen oder den erleichterten Zugang zu Informationen. Auf der anderen Seite bilden sich neue Herausforderungen für die Wahlkampfkommunikation heraus, darunter das Risiko des Kontrollverlustes über Inhalte oder neue Gatekeeper-Strukturen, die dem ungefilterten Informationsfluss zwischen Parteien und Wählern entgegenwirken. Als Vorbild für einen erfolgreichen Einsatz des Social Web dient Barack Obamas Kampagne im Präsidentschaftswahlkampf 2008. Ergebnisse der Arbeit zeigen jedoch wesentliche Unterschiede zwischen den USA und Österreich im Bezug auf die Rahmenbedingungen für den Wahlkampf und deuten somit darauf hin, dass eine Eins-zu-eins-Übernahme amerikanischer Wahlkampfstrategien im Social Web nicht zielführend ist.

Wenn du dich selbst mit einem ähnlichen Thema beschäftigst, hier 5 Lesetipps aus meiner Literaturliste mit Amazon-Link:

1. Zerfaß, Ansgar/Welker, Martin/Schmidt, Jan (Hrsg.) (2008): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. – Fokus: Sozialwissenschaftliche Perspektive, Bedeutung des Social Web für Gesellschaft, Wirtschaft & Politik. Kenne Band 2 & 3. Sehr empfehlenswert! Wer die Bücher noch nicht in der Hand hatte, unbedingt nachholen!
2. Ebersbach, Anja/Glaser, Markus/Heigl, Richard (2008): Social Web. – Grundlagen des Social Web sehr gut abgedeckt.
3. Merz, Manuel/Rhein, Stefan/Vetter, Julia (2008): Handbuch für die politische Online-Kampagne.
– Guter Überblick über relevante Themen aus der Theorie & Praxis des Online Campaigning.
4. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Lernen von Obama? Das Internet als Ressource und Risiko für die Politik. – Leicht irreführender Titel, das Buch enthält tatsächlich mehr als Analysen der Online-Wahlkampfstrategie von Obama 2009. Interessante Beiträge von Chancen & Risiken bis hin zu Mobilisierung , Partizipation & E-Democracy.
5. Zerfaß, Ansgar/Boelter, Dietrich (2005): Die Neuen Meinungsmacher. Weblogs als Herausforderung für Kampagnen, Marketing, PR und Medien. – Tipp für den Einstieg in das Thema Blogs & Blogosphäre.

Written by ilosweb2null

10. Dezember 2009 at 11:55

Wähler im Web 2.0: Beduinen ohne Chance auf Klimaanlagen

with one comment

Das Marketing hat sich längst vom Märchen verabschiedet, dass gute Werbung einen Beduinen zum Heizkörperkauf verleitet. Vielmehr interessiert man sich jetzt dafür, was der Beduine erwartet. So entstehen neue Anregungen, die als Chance genutzt werden können, die Produkte zu verbessern. Wer hier vom unwissenden und naiven Kunden ausgeht, wird enttäuscht zusehen müssen, wie der Wüstenbewohner zum anderen Basar-Verkäufer abwandert, der ihm eine Klimaanlage anbietet – besonders dann, wenn der Beduine explizit eine Klimaanlage fordert, jedoch seine Bedürfnisse ignoriert werden. (Beispiel nicht ernst gemeint, nur eine Metapher.)

Ähnlich ist es mit den jungen Wählern. Oft unterstellt man ihnen Politikverdrossenheit. Man würde sie ja partizipieren lassen, aber sie haben „eh kein Interesse“. Ist Politikverdrossenheit aber nicht mehr ein Symptom als eine Ursache? Jeder Mensch hat eine Meinung und verfolgt bestimmte Interessen, die Frage ist nur: Was habe ich davon, wenn ich sie mitteile? Ändere ich etwas damit? Das Web 2.0 bietet die Möglichkeit zur Partizipation, Kollaboration & Enthierarchisierung der Politik. Diese Chance, die technisch gegeben ist, wird jedoch in der Praxis zumeist nur symbolisch genutzt.

Einen interessanten Beitrag lieferte dazu Christian Fuchs in seinem Paper: „Information and Communication Technology and Society. A Contribution to the Critique of the Political Economy of the Internet.“ Er kritisiert darin den Optimismus über die bloße Verfügbarkeit von Tools, die potentiell Partizipation ermöglichen könnten (es in der Praxis aber nicht tun).

„[..] the degree of participation in the media not only concerns the availability of production and circulation technologies, but also how visible information is, how much attention it gains, how much difference it makes, how much control of actual decision processes is enabled and the degree to which the structures of ownership, power and discourse are shaped in participatory and cooperative ways. If democracy is understood as the production of information by all that has no significant political effects and leaves dominant power structures untouched, then an ideological way of legitimating existing modes of domination is present. Everybody can then voice her or his opinion on the Web, but nobody will care about it because the real decisions are still taken by the elite groups.“ (Christian Fuchs)

Auch Markus Beckedahl (Netzpolitik.org) sagte im April in einem Interview mit ORF Futurezone:

„Die politischen Parteien sind noch nicht im Web 2.0 angekommen. Wenn wir „2.0“ mit Offenheit, Kollaboration übersetzten, dann sieht man, dass die einzige Form von Kollaboration im Moment so aussieht, dass man einfacher an die Botschaften der Politiker herankommt. Die sind jetzt auf mehrere Kanäle verteilt – etwa YouTube. Die Möglichkeiten der Partizipation sind aber beschränkt. Man kann nicht wirklich mitdiskutieren und mitbestimmen.“

Übertragen auf die Beduinen und ihre Klimaanlagen sieht das so aus:
IST: Heizkörperverkäufer lesen die Kommentare und Diskussionsbeiträge der Beduinen. Diese werden dazu genutzt, um die Werbung für Heizkörper zu optimieren.
SOLL: Heizkörperverkäufer lesen die Kommentare und Diskussionsbeiträge der Beduinen. Diese werden dazu genutzt, um das Produktsortiment anzupassen und die Produkte zu verbessern. Klimaanlagen werden verkauft.

Besonders kritisch wird es dann, wenn Politiker für Bereiche Entscheidungen treffen, in denen sie selbst keine Experten sind. Ein Beispiel dafür sind Maßnahmen zur Internetregulierung wie Netzsperren, die eigentlich nicht von „digital natives“, sondern „digital immigrants“ durchgesetzt werden. Übertragen auf die Beduinen und Heizkörperverkäufer sieht das so aus:

IST: Die Heizkoerperverkäufer sind nicht in der Wüste beheimatet, sondern kommen vom Nordpol und wollen in die Wüste expandieren. Sie passen ihr Sortiment aber nicht an die neue Umgebung an, sondern verkaufen weiterhin Heizkörper. Die Beduinen starten eine Petition unter http://www.wirbrauchenkeineheizkoerper.org. Nichts passiert.
SOLL: Die Heizkörperverkäufer ziehen Beduinen als Berater heran, um ihr Angebot an die Bedingungen in der Wüste anzupassen.

Kennt jemand Beispiele aus der Politik, in denen Beduinen im Web 2.0 Klimaanlagen gefordert haben und sie auch wirklich bekommen haben? Ich freue mich über Hinweise!

Written by ilosweb2null

30. September 2009 at 10:19

Veröffentlicht in Politik

Tagged with , ,