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Fast ein Monat ist seit meinem Einzug in Google+ vergangen. Kahle Wände bis auf ein Portrait von mir, eine herzliche Willkommensbegrüßung durch die ersten Nachbarn und ein neugieriges Herantasten an die neue Umgebung – so sah mein erster Abend aus. Inzwischen hatte ich genügend Zeit, mich durch die Innen- und Außenwelt durchzuklicken und mich mit Freunden, Kollegen, Verwandten, Bloggern, Facebookern und Tweeple zum neuen Social Network auszutauschen.

Das Gefühl kennt ihr auch bestimmt: Gerade in eine neue Stadt oder Wohnung gezogen, ständig stößt man auf etwas Neues, jede Kleinigkeit ist so aufregend, dass man sie unbedingt den Freunden und der Familie mitteilen muss. Ich nutze diesen Moment, in dem noch alles frisch ist und nicht zum unsichtbaren Alltag geworden ist, um meine Eindrücke von Google+ zu teilen. Vielleicht hält der Frische-Effekt ja länger an, vielleicht ist es aber auch mein letzter Blogeintrag zu Google+. Mal sehen, wie viel Inspiration und Überraschungen die Welt der Google-Circles noch bringt. Aber ich denke, es kommt noch mehr – oder auf Französisch – PLUS.

Mein bisheriger Eindruck von Google+? Die Zeit Online-Redakteurin Anna Marohn hat bereits ein paar treffende Worte formuliert:

„Ein bisschen ist es, wie eine neue Wohnung zu beziehen. Ich laufe erst mal die Räume ab, um mich zurechtzufinden – alles so schön neu hier. Erster Eindruck: Google+ hat die elegante Optik eines aufgeräumten Lofts. Mein altes Soziales Netzwerk Facebook erinnert dagegen an eine dezent zugemüllte Studentenbude, in der ständig fremde Leute zu Gast sind.“ (Zeit Online)

Einen kleinen Unterschied gibt es zwischen Annas alter Wohnung und meiner. Mein Facebook errinert weniger an eine offenherzige Studentenbude, sondern mehr an ein verriegeltes Haus mit geheimen Zugängen für auserwählte Personen. Nur bilden diese Geheimgänge mittlerweile ein wahres Labyrinth, das sich mit zunehmender Freundezahl noch mehr verzweigt. Twitter ist für mich wiederum keine Wohnung, sondern mehr eine öffentliche Fachbibliothek, die zwar jeder frei besuchen kann, aber nur eine geringe Zielgruppe hat wirklich das Interesse dazu. Google+ wird derzeit noch mehr als private Fachbibliothek genutzt, aber das riesige Wohnhaus bietet noch viel Platz für neue Nachbarn, die die Bude bestimmt noch aufmischen werden.

 

Written by ilosweb2null

6. August 2011 um 09:22

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