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Meisterliche Fußballanalyse für schwarze Schafe

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Die Rolle als schwarzes Schaf in Wien ist eine Ehrensache, wenn das Fußballherz für die Blackies schlägt. Und heute könnte dieses noch höher schlagen, wenn es Sturm gelingt, den Meisterteller 12 Jahre nach dem letzten Titel nach Graz zu holen. Während ich meiner Fußball-Liebe nur einen kleinen Blogeintrag widme, haben zwei andere schwarze Schafe in Wien eine wertvolle Infoquelle für ihre Artgenossen geschaffen: Sturm12.at – Fußballanalyse in schwarz-weiß.

Eine schwarz-weiße Bloganalyse der Fußballanalyse in schwarz-weiß…
Klein angefangen, nun mit größerem Kader und in meisterlicher Hochform: Als Christopher Houben und Julia Wendl 2009 den Blog ins Leben gerufen haben, wollten sie eine Alternative zur zumeist oberflächlichen Berichterstattung des Medien-Mainstreams über Sturm Graz schaffen. Eine solche Mission gelingt jedoch selten, denn neben Interesse und Passion erfordert ein starkes Alternativmedium viel Zeit und genügend Ressourcen. Die Entwicklung von Sturm12.at ist ein positives Beispiel – das heutige Ergebnis ist ein bunter Infomix mit Tiefe und ein starkes Team, das diesen gewährleistet.

Das magische Dreieck
Wer erinnert sich noch an das magische Dreieck bei Sturm? Vastic, Haas und Reinmayer … Ja, das waren noch die Goldenen Zeiten. Der damalige Erfolg ist natürlich nicht nur auf das magische Dreieck zurückzuführen, aber das Trio brachte die erforderliche Extraportion Stärke ins Spiel. Ähnlich ist es bei Sturm12.at: Es gibt keine drei Schrauben, an denen man dreht, um einen guten Blog zu gestalten. Aber Sturm12.at punktet aus meiner Saicht mit 3 Stärken, mit denen sich der Blog gut positionieren konnte:

1. Gut trainierte Talente
Wer nicht Fußball spielen kann, ist auch als Amateurspieler fehl am Platz, und wer nicht hart trainiert, wird irgendwann überholt und ausgewechselt. Bei Bloggern ist das ähnlich. Die Affinität zur redaktionellen Arbeit ist Voraussetzung für einen guten Blog, ein Ausbau der Fähigkeiten und redaktionelle Ausbildung sichern die Qualität und Weiterentwicklung. Die Sturm12-Blogger zeigen Talent und einen journalistischen Schliff. Kommentierte Pressespiegel statt Copy-Paste-Klonen, interessante Titel, sprechende Bilder und variierende journalistische Formen machen den Blog dauerhaft attraktiv. Mein persönliches Highlight: Interview mit Ivica Osim in Sarajevo.

2. Fokussiert und immer am Ball
Die Sturm12.at-Blogger sind zeitnah an der Action dran – auf dem Spielfeld und abseits des Stadions – und sorgen dafür, dass die Leser den Blog nicht nach einer kurzen Zeit der Aufmerksamkeit ins Abseits befördern. Die hohe Postingfrequenz und die schnelle Aktualisierung mit relevanten Updates bringen Dynamik ins Spiel und halten den Leser bei Laune. Ohne Fokus und Begeisterung für das Team und den Sport gelingt das alles nicht, denn sonst verliert man den Ball selbst schnell selbst aus den Augen. Und das passiert den passionierten Blacky-Fans wohl nicht so schnell.

3. Die Fans mitreißen
Was wäre ein Stadion ohne die lauten Fans – was wäre ein Blog ohne aktive Leser? Ein Verein muss seinen Beitrag leisten, um die Anhänger mitzureißen. Ebenso aktiviert Sturm12 seine Gefolgschaft auf Facebook, Twitter und direkt im Blog. Einziger Verbesserungswunsch: Noch mehr Interaktion mit den Fans!

Einen Meisterteller kann ich Sturm21.at zwar nicht überreichen, dafür aber eine Verewigung in meiner Blogroll als Online-Wertschätzung für die tolle Arbeit. Und jetzt heißt es Daumendrücken für die Blackies, die heute Abend nach 12 Jahren Durststrecke hoffentlich wieder Meister werden! Für uns, für spottende Wiener, für Ivica Osim, für …

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After-Match-Update: Der meisterliche Fußball-Blog analysiert ab sofort den Meister. Wir haben es geschafft!

Written by ilosweb2null

25. Mai 2011 um 06:31

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