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Eurovision Songcontest: „Share The Moment!“

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Logo Eurovision Songcontest„And twelve points go to …“, heißt es heute Abend in 39 Ländern Europas. Noch bevor der Eurovision Songcontest 2010 in Oslo in die Endrunde geht, vergebe ich „Douze Points“ an das diesjährige Motto der Show: „Share The Moment“. Der norwegische TV-Sender NRK, der das Thema noch Ende 2009 ankündigte, setzte damit einen neuen Fokus: weg vom einseitigen Senden hin zum Teilen. Woran erinnert uns das? – Genau, an die Prinzipien des Web 2.0 bzw. Social Media.

Die Maßnahmen im Bereich Social Media wurden aus meiner Sicht gut umgesetzt. Die Veranstalter machen nicht nur die kollektive Teilnahme an der Show und das Teilen der Eindrücke zum Thema, sondern bieten auch einen adäquaten Online-Auftritt. Hier eine kleine Analyse zum Social-Media-Auftritt von Eurovision.tv.

Europaweite Vernetzung statt Isolation
Man kann ihn mögen oder nicht – der Eurovision Songcontest ist die größte europäische Fernsehproduktion und lockt immerhin mehr als 120 Millionen Zuseher. Die  Herausforderung besteht nun darin, das große Konglomerat aus verschiedenen Nationen mit all ihren kulturellen Eigenheiten zu vereinen und sie in einer größeren Dimension teilhaben zu lassen als durch den bloßen Empfang einer TV-Sendung. Besonders abwechslungsreich wird die Teilnahme dann, wenn sich die Zuseher aus verschiedenen Ländern vernetzen und ihre Eindrücke und Emotionen teilen. Wie kommentieren die Skandinavier den griechischen Beitrag und was gefällt den Zusehern vom Balkan außerhalb des Ethnopop-Genre? Wie kommt Lena Meyer-Landrut in den baltischen Ländern an?

Facebook und Twitter machen viele Diskussionen transparenter und zugänglicher, die zuvor in geschlossenen Räumen geführt wurden. Die offizielle Facebook-Page zum Songcontest hat immerhin über 125.000 Fans und mal abgesehen von den zumeist passiven „Likes“ ist auch die aktive Teilnahme beachtlich: Die Status-Updates von Eurovision.tv erreichen bis über 1.000 Kommentare und parallel zum Live-Stream der Semifinal-Shows kommunizierten User aus ganz Europa im Facebook-Chat über die Beiträge. Umfangreich war bisher auch die Nutzung des offiziellen Twitter-Hashtags #ESC. Während der Liveübertragungen bin ich so selbst oft über unterhaltsame Tweets gestolpert, die ich viel erfrischender fand als die Kommentare im Fernsehen.

Publikum nachfolgen statt nachtrauern
Die EBU (European Broadcasting Union), zu deren Produktionen unter anderem der Eurovision Songcontest gehört, hat beim TV Summit 2009 Social Media auf ihre Agenda gesetzt. Mit Obamas Wahlkampagne als Vorbild und „Making Change Happen“ als Motto hat sich die europäische Rundfunkunion zum Ziel gesetzt, verlorene Zuseher im Internet wiederzugewinnen. Überlegt werden also zukunftsfähige Modelle, mit denen man auch den „Digital Natives“ entgegenkommt . Mit dem diesjährigen Motto „Share The Moment“ und dem offiziellen Internetauftritt des Eurovision Songcontest wurde ein wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht. Ich bin gespannt, wie die weitere Entwicklung aussieht und wie flexibel die EBU und ihre Mitglieder auf neue Trends reagieren werden.

Online-Verweise:
http://www.eurovision.tv
http://www.facebook.com/EurovisionSongContest
Offizieller Twitter-Hashtag: #ESC

Wer sind eure Favoriten dieses Jahr? Viel Spaß beim Mitfiebern, Mitdiskutieren und Punkteraten!😉

Written by ilosweb2null

29. Mai 2010 um 12:23

Veröffentlicht in Facebook, Medienzukunft, Twitter

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