Ilosweb2null

Archive for Juni 2009

Ohne explizite Worte …

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Färben sich immer mehr deiner Twitter-Kontakte GRÜN? Den Grund kennst du vielleicht schon – und falls nicht: Finde es selbst heraus, ich verrate nichts.

greencube

Das hier ist ein Platzhalter für etwas, das fehlt.

So ohnmächtig der implizite Ausdruck von Protest manchmal auch scheint, so wirksam ist er in ganz besonderen Fällen. Das UNGESAGTE hat dann viel Macht, wenn es nicht gesagt werden darf. Es wird unterdrückt. Die Zensur bevorzugt den offenen Protest, weil sie diesen schneller finden und verschlingen kann als versteckte Symbole. Zu abstrakt? – Hier ein Beispiel:

Nicaragua: In der Zeit des Somoza-Regimes (1937-1979) galt die Sandinista-treue Zeitung „La Prensa“ als stärkstes Oppositionsmedium. Zu Beginn der Zensurmaßnahmen, als „bloß“ regierungskritische Inhalte zensiert wurden, half sich das Medium mit dem Hinweis: „Dieser Artikel wurde zensiert.“ Im nächsten Schritt wurde auch dieser Hinweis verboten. Es folgte …
… das schöne Gesicht der Schauspielerin Ava Gardner. Immer, wenn ein Artikel zensiert wurde, ersetzte ihr Portrait den fehlenden Teil. An Tagen, an denen die Zensur besonders ausgiebig ausfiel und die Zeitung einem Ava-Gardner-Fotokatalog glich, riefen die Zeitungsjungen nicht mehr „La Prensa! La Prensa!“, sondern „Ava Gardner! Ava Gardner!“ – Die Leser wussten dann schon bescheid …

… ohne explizite Worte.

Written by ilosweb2null

21. Juni 2009 at 07:00

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Twittagessen am Montag um 12:30

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„Twittern macht hungrig“, dachten sich zwei schräge Web-2.0-Vögel und rufen jetzt die Twitterscharen aus Deutschland und Österreich zum gemeinsamen TWITTAGESSEN.

Ein Twittagessen ist ein ungezwungenes Treffen hungriger Twitterer zum Mittagessen. Sei es, um sich kennen zu lernen, mal dem öden Büro zu entfliehen oder einfach nur um Spaß zu haben.
(Roman Zenner und Christoph Zillgens von Twittagessen.de)

Bonappetweet

Dinner à deux waren gestern – Twittagessen en masse sind die Blind Dates der Generation 2.0, die sich mittags zum gemeinsamen Kampf gegen den kollektiven Hunger trifft. Jeder Nutzer des beliebten Microblogging-Dienstes Twitter kann daran teilnehmen oder selbst ein Mittagessen organisieren. Dazu muss er nur seine Stadt und das bevorzugte Essen in die Liste eintragen. Den Rest erledigen Qype und Google-Maps.

Ob der gemütliche Lieblingsitaliener in Braunschweig auch wirklich genügend Platz für die Twitter-Scharen hat? Beginnt bald die Ära der Twittaliener, die sich auf italienische Massen-Twittagessen spezialisiert haben? – Von Platzmangel und boomenden Twittalienern und McTweets wird noch lange nicht die Rede sein. Denn die Zahl der deutschsprachigen Twittagsgäste ist noch sehr gering. Macht Twittern vielleicht doch nicht so hungrig?

Die belgischen User beweisen das Gegenteil. Der belgische Twittagessen-Vorgänger TWUNCH lockt schon weitaus mehr hungrige Twitter-User an, auch wenn das Logo eine Geschmackssache ist. Die Twunch-Trends in der unteren Grafik zeigen: zwischen dem 1. März 2009 und 14. Februar 2009 fanden bereits 69 Twunches statt. 174 verschiedene Gäste nahmen mindestens einmal daran teil. Insgesamt gab es 427 Twunch-Teilnahmen.

Die nächsten Twittagessen finden übrigens am kommenden Montag (08.06) in Leipzig und Köln statt. Bist du auch dabei?

Bon Appetweet!

Written by ilosweb2null

4. Juni 2009 at 16:22

Veröffentlicht in Twitter

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